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Emotion - Projekte

Emotion

Positionierung:

Emotionen sind stets an Wissen, lebensweltliche wie lebenspraktische Handlungen und Bestimmtheiten gebunden. Sie haben eine konzeptuell-abstrakte Grundlage wie praktische Wirksamkeit. Emotionen lassen sich aus dieser Sichtweise als Verhaltensmuster bestimmen, die innerhalb einer Gemeinschaft eng an den Erwerb von kommunikativen Kompetenzen gebunden sind, da Emotionsäußerungen durch die Ausdrucksfähigkeit einer Psyche wie durch reglementierende soziale Rahmen bestimmt werden. Emotionen können auch eine starke ästhetisierende Funktion haben.

 

Zielsetzung:

Emotionen werden innerhalb von R-E-S als ein Interface zwischen Praktiken, und Vorgaben des Menschen und seiner Umwelt sowie seiner Artefakte/Konstrukte eingesetzt. Ausgehend davon werden Reflexionen, Repräsentationen und Kommunikationsformen dieses Komplexes beforscht. Innerhalb der Emotionsforschung ist dies ein innovativer Ansatz.

 

Objektbereiche:

alle Medienformate

 

Projekte

Ästhetische Emotion. Formen und Figurationen zur Zeit des Umbruchs der Medien und Gattungen (1900-1930)

Susanne Knaller, Rita Rieger

 

Diese Auseinandersetzung mit ästhetischen Emotionsmodellen fragt nach dem Verhältnis von dargestellten und rezeptiven Emotionen, nach ästhetischen Strategien der Inszenierung und Generierung von Gefühlen und Affekten unter Berücksichtigung der Forderungen der Avantgarden, der neuen Wissenschaftsdiskurse und medialen Möglichkeiten. Ästhetische Emotion, so die These, lässt sich als mediale Konstellation (womit auch der Körper gemeint ist) wie als Verhandlung über das Potential von Medien und Kunst verstehen.

  • Susanne Knaller/Rita Rieger (Hrsg.): Ästhetische Emotion. Formen und Figurationen zur Zeit des Umbruchs der Medien und Gattungen (1900-1930). Heidelberg, Winter 2016.
  • Susanne Knaller/Rita Rieger: "Ästhetische Emotion. Modelle und Paradigmen in Zeiten des Umbruchs der Künste und Wissenschaften. Eine Einleitung". In: dies. (Hrsg.), Ästhetische Emotion. Formen und Figurationen zur Zeit des Umbruchs der Medien und Gattungen (1900-1930). Heidelberg, Winter 2016, 7-21.

 

Liebe. Poetologisch und kulturell. Figurationen im spanischen Roman um 1900

Dissertationspublikation/Monographie

Rita Rieger

 

Anhand literaturkritischer Texte bedeutender spanischer Autorinnen und Autoren von Juan Valera bis Azorín sowie konkreter Umsetzungen ästhetischer Prämissen im Roman zeigt "Liebe. Poetologisch und kulturell" Vorlieben und Abneigungen der Themen lieben, schreiben und lesen auf. Liebeskonzepte um 1900 lassen eine Erweiterung des romantischen Paradigmas von Liebe erkennen und veranschaulichen auf diese Weise den gesellschaftlichen und ästhetischen Wandel. Liebesfigurationen fassen daher zweierlei: zum einen im ästhetischen Kontext die Ursache schriftstellerischer Innovationen im Bereich des Romans und zum anderen als historische Darstellung, die soziokulturell gelebten Codes. Die Rückbindung der jeweiligen Schreibweisen an unterschiedliche Wirklichkeitskonzeptionen ermöglicht es, die Verflechtung kultureller mit ästhetischen Diskursen und deren Wandel sowie letztlich auch die daraus resultierenden differenten Schreibweisen von Realismus und Modernismo aufzuzeigen.

  • Rita Rieger: Liebe - poetologisch und kulturell. Figurationen im spanischen Roman um 1900. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 2016.

 

Spektakel als ästhetische Kategorie: Theorien und Praktiken

Rita Rieger, gem. mit Elisabeth Fritz (Jena) und Simon Frisch (Weimar)

 

Als Spektakel werden alltagssprachlich kulturelle, sportliche oder auch politische Veranstaltungen bezeichnet, die sich an ein größeres Publikum richten und durch Strategien der sinnlichen Überwältigung, des Erstaunens und der affektiven Berührung gekennzeichnet sind. Aufgrund der v.a. sinnlich-körperlichen Rezeptionserfahrung und der Betonung oberflächlicher Schaulust wird das Spektakel dabei oft als Ausdrucksform der Unterhaltungs- und Populärkultur angesehen und fungiert als Differenzierungskriterium der so genannten hohen von der niederen Kultur. Historisch betrachtet verlaufen Theorie und Praxis des Spektakels jedoch nicht immer parallel, da der Umgang mit spektakulären Strategien und Effekten häufig den kulturellen und ästhetischen Bewertungen widerspricht. Der Band schlägt zunächst eine deskriptive Verwendung des Spektakelbegriffs vor, um die charakteristischen Eigenschaften, die theoretischen Dimensionen sowie die historisch unterschiedlichen Typen, medialen Formate, Funktions- und Bewertungsweisen von 'Spektakel' und 'Spektakularität' aufzuzeigen. Auf diese Weise sollen die Begriffe als analytische Kategorien für kunsttheoretische, kultur- und gesellschaftspolitische Fragestellungen im interdisziplinären Austausch produktiv gemacht werden. Der Band spiegelt ein breites Spektrum der Geistes-, Kultur- und Kunstwissenschaften und richtet sich an ein interdisziplinäres Publikum.

  • Simon Frisch/Elisabeth Fritz/Rita Rieger (Hrsg.): Spektakel als ästhetische Kategorie: Theorien und Praktiken, Paderborn, Fink 2018.

Kontakt

Zentrum für Kulturwissenschaften
Attemsgasse 25/II, 8010 Graz
Leiterin Ao. Univ.-Prof. Dr. Susanne Knaller Telefon:+43 (0)316 380 - 8091

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